Vermeldung zur schrittweisen Öffnung der Kirchen

Liebe Schwestern und Brüder in der Pfarrei St. Elisabeth Berlin,

liebe Besucherinnen und Besucher unserer Kirchen!

Auf die öffentliche Feier der Heiligen Messe und anderer Gottesdienste mussten wir in den vergangenen Wochen aufgrund der staatlichen Vorgaben zum Schutz der Gesundheit verzichten. Nun können wir erste Schritte – langsam und behutsam – unternehmen, natürlich unter Wahrung aller notwendigen Schutz- und Hygienevorgaben, um die Ansteckungsgefahr mit dem Virus so weit wie möglich zu vermeiden.

Ab Samstag, dem 9. Mai 2020, werden in allen Kirchen unserer Pfarrei wieder Sonntagsmessen zu den bislang üblichen Zeiten gefeiert werden.

Dazu folgende wichtige Hinweise, die sich aus den behördlichen Vorgaben wie auch aus dem Schutzkonzept für die Feier von Gottesdiensten im Erzbistum Berlin ergeben und die für die Gesamtpfarrei als Anordnung mit dem heutigen Datum in Kraft gesetzt werden. Sie gelten für alle Gemeinden in der Pfarrei St. Elisabeth inklusive der muttersprachlichen Gemeinden.

1. Die Zahl der Mitfeiernden ist pro Messe auf 50 Personen begrenzt. Natürlich möchten wir vermeiden, dass jemand an der Kirchentür weggeschickt werden muss, wenn diese Höchstgrenze erreicht ist. Daher ist es unbedingt erforderlich, sich für die Teilnahme an einer Messe telefonisch oder per Mail im Pfarrbüro anzumelden. Dabei sind Namen, Anschrift und Telefonnummer anzugeben. Das Sekretariat wird Ihnen dann eine Bestätigung zukommen lassen. Sollten die Plätze in einer bestimmten Messe, an der Sie teilzunehmen wünschen, bereits vergeben sein, werden wir Ihnen örtliche und zeitliche Alternativen anbieten. Die Anmeldungen können ab Montag, dem 4. Mai, im Pfarrbüro erfolgen.  Der Anmeldeschluss ist jeweils um 18.00 Uhr an dem Freitag, der dem Sonntag vorausgeht, an dem die betreffende Messe gefeiert wird. (Die muttersprachlichen Gemeinden organisieren jeweils eigene Anmeldeverfahren.)

2. Aus den Anmeldungen wird das Sekretariat eine Liste erstellen. Gemäß den staatlichen Vorgaben ist diese Liste ausschließlich zur Nachverfolgung möglicher Infektionen an einem gesicherten Ort für vier Wochen aufzubewahren und nach Ablauf der Frist nach geltenden Datenschutzrichtlinien zu vernichten. Hier sei darauf hingewiesen, dass die Daten im Bedarfsfall für die Kontaktrückverfolgung an die staatlichen Behörden weitergeleitet werden.

3. Nur die Personen, die auf der oben genannten Liste erfasst sind, können zur Feier eingelassen werden.

4. Der Zugang zu den Kirchen wird von einem Empfangsteam vor Ort geregelt. Schon an dieser Stelle sei den Damen und Herren gedankt, die sich bereit erklärt haben, diesen Dienst zu übernehmen.

5. Vor dem Betreten der Kirche erhalten Sie Informationen über Händehygiene, Abstandsregeln, Husten- und Niesetikette etc. Die Teilnahme am Gottesdienst geschieht auf eigene Gefahr. Es wird allen Mitfeiernden empfohlen, Mund und Nase zu bedecken, um bei den Dialogen im Gottesdienst die Ansteckungsgefahr zu verringern.

6. Wenn Sie die Kirche betreten haben, ist es erforderlich, sich mit einem zur Verfügung gestellten Desinfektionsmittel die Hände zu desinfizieren, wobei darauf zu achten ist, dass die Einwirkungszeit von 30 Sekunden eingehalten wird. 

7. In der Kirche wird es markierte Plätze geben, ausschließlich diese sind einzunehmen. Dabei sind die Weisungen des Empfangsdienstes zu beachten.

8. Um einen reibungslosen Einlass zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass die Gottesdienstteilnehmer sich spätestens 10 Minuten vor Beginn der Messe in der Kirche einfinden. Nach Beginn des Gottesdienstes ist ein Zugang nicht mehr möglich.

 

Für die liturgische Gestaltung der Messfeier sei angemerkt:

1. Es wird auf Gemeindegesang verzichtet, ebenso auf eine musikalische Begleitung durch Chor oder Orchester, Gesangbücher werden keine ausliegen; allein Orgelspiel ist möglich.

2. Die Weihwasserbecken bleiben leer, Kollektenkörbe werden nicht durch die Reihen gereicht, sondern an einem geeigneten Ort in der Kirche aufgestellt. Körperlicher Kontakt beim Friedensgruß muss unterbleiben.

3. Der Kommunionempfang erfolgt durch ein Hinzutreten des Einzelnen – Bankreihe für Bankreihe – in angemessenem Abstand (mindestens 1,5 Meter) zur vorausgehenden Person. Die Zelebranten werden dazu in jeder Messe nochmals eine kurze Erklärung abgeben.

4. Die Kommunion wird ohne den üblichen persönlichen Spendedialog („Der Leib Christi.“ – „Amen.“) ausgeteilt; dieser Dialog wird zusammen zu Beginn der Kommunionausteilung gesprochen. Die Kommunionspendung erfolgt in entsprechendem Abstand zwischen Priester und Kommunikanten. Eine Berührung der Hände ist zu vermeiden. Mundkommunion und Kelchkommunion werden nicht gespendet.

5. Am Ende der Messe sind alle Teilnehmer gebeten, die Kirche einzeln und im vorgeschriebenen Abstand zu verlassen.

Auch sei darauf hingewiesen, dass es keinen Ausschluss von bestimmten Personengruppen von der Mitfeier der Gottesdienste gibt. Wohl ist Personen, die einer sog. Risikogruppe angehören oder die derzeit unter Erkältungssymptomen leiden, dringend geraten, die Entscheidung zu einer Teilnahme sehr sorgfältig abzuwägen.

Da es in absehbarer Zeit vielen Menschen nicht möglich sein wird, zur Messfeier in einer Kirche zusammenzukommen, bleibt der Hinweis auf die zahlreichen medialen Angebote, u.a. der weiterhin auf unserer Internetseite zu findende Podcast für jeden Sonntag.

Ab Montag, dem 11. Mai, wird es in allen unseren Kirchen wieder die Werktagsmessen zu den üblichen Zeiten geben. Eine vorherige Anmeldung dazu ist derzeit nicht erforderlich, es sei denn, die zu erwartende Anzahl der Teilnehmer überschreitet 50 Personen. Dazu werden dann vor Ort eigene Regelungen getroffen. Gleichwohl müssen alle für die Feier der Sonntagsmesse angezeigten Maßnahmen eingehalten werden (Desinfektion der Hände, Eintragen in Listen, Abstandsregelungen, Modalitäten des Kommunionempfangs etc.). Auch werden wir Sie zu gegebener Zeit darüber informieren, ob und wann weitere Gottesdienste (wie z. B. Maiandachten, Rosenkranz, Chorgebet) stattfinden.

Ich danke Ihnen sehr für die Lektüre dieser umfangreichen Vermeldungen, für deren Stil ich um Ihre Nachsicht bitte.

Wir begeben uns auf einen Weg, der für keinen von uns ein leichter ist. Auf der einen Seite versuchen wir, die staatlichen und diözesanen Vorgaben einzuhalten, um der Gefahr einer Ansteckung zu begegnen und dem Schutz der Gesundheit zu entsprechen, auf der anderen Seite wollen wir die Messen und die anderen Gottesdienste so feiern, wie es ihrem geistlichen Charakter entspricht. Ich bitte Sie alle herzlich um Ihre Mithilfe und bereits heute um Ihr Verständnis, wenn manches nicht auf Anhieb gelingen sollte.

Zu unserem gemeinsamen Weg erbitte ich uns allen den Segen Gottes und Seine Hilfe!

 

Mit den besten Wünschen und herzlichen Grüßen

P. Michael

Pfarrer von St. Elisabeth Berlin